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9 Startup-Geschäftsführer über ihre größten EU-Herausforderungen

"Eine der größten Herausforderungen die Europäische Start-Ups heutzutage bewältigen müssen ist Wachstum – um genau zu sein, das Management von Wachstum. Vom Marketing bis hin zum Vertrieb, jungen Europäischen Firmen fehlt es an Erfahrung um das rapide Wachstum in den Griff zu bekommen das für ihre Vorherrschaft in einer bestimmten Industrie nötig ist."
Boris Bogaert
Geschäftsführer Rydoo

Es ist tatsächlich wahr, dass Europäische Start-Ups Schwierigkeiten damit haben qualifizierte Manager zu finden die in der Lage sind das rapide Wachstum in den Griff zu bekommen, dass wir von jungen Start-Ups in den Vereinigten Staaten sehen.

Europäische Universitäten bauen immer noch auf die „alte Schule“ – und bringen Schüler dazu so viel Theorie wie möglich auswendig zu lernen die oft gar nicht in der heutigen Businesswelt angewendet werden kann.

Dies ist kein gesunder Nährboden für bahnbrechende, querdenkende Manager und mehr und mehr Europäische Länder suchen nach Talent anderswo in der Welt.

Allerdings ist dies nicht die einzige Herausforderung für die Europäische Start-Up-Community. Boris kann 5 weitere Probleme nennen die ihm in weniger als einer Minute einfallen – glauben Sie mir, ich habe ihn getestet.

Und das hat mich zum Denken angeregt: was halten Geschäftsführer von anderen Start-Up-Firmen von diesem Problem?

Sind sie alle damit einverstanden, dass das Anheuern des richtigen Talents die größte Hürde ist?

Oder halten andere von ihnen andere Herausforderungen als viel schwieriger?

Lesen Sie weiter um mehr herauszufinden!

9 Europäische Start-Up-Geschäftsführer sprechen über Ihre größten Geschäftsherausforderungen

"Wir müssen einen größeren Talentpool für den Technologiesektor aufbauen und dann besser darin werden dieses Talent in Europa zu behalten, was aufgrund des weltweiten Wettbewerbs für Talent heutzutage immer schwieriger wird."

Eric Wahlforss, Gründer & Technischer Direktor SoundCloud

Twitter: @ericw

"Kulturelle Unterschiede sind etwas das gemanaged werden muss. Für uns war die Tatsache, dass jedes Land verschiedene Reisegewohnheiten hat eine große Herausforderung die wir überwältigen mussten um unser Unternehmen startklar zu machen. Gesetzliche Regelungen sind auch etwas was berücksichtigt werden muss – es gibt keinen allgemeingültigen Ansatz was es den Europäischen Markt angeht."

Symen Jansma, Geschäftsführer & Gründer Travelbird

Twitter: @SymenJ

"Erfahrene Führungskräfte sind in Europa oft schwer zu finden. Es ist sehr schwierig für uns die richtigen Leute zu finden die Ihr Unternehmen auf ein höheres Level bringen."

Louis Jonckheere, Mitbegründer & Co-CEO Showpad

Twitter: @louisjonckheere

„Die größten Herausforderungen für uns hatten mit Networking und Pressearbeit zu tun. Als Europäer ist es schwer eine starke und persönliche Beziehung mit Journalisten aufzubauen wenn sich diese auf der anderen Seite der Welt befinden.“

Michael Hollauf, Mitbegründer & Geschäftsführer Mindmeister and Meistertask

Twitter: @mhollauf

"Finanzierung ist das größte Problem für Europäische Start-Ups. Amerikanischer Investoren sind viel eher dazu in der Lage ein Risiko mit einem Unternehmen einzugehen und partizipieren an einigen Finanzierungsrunden. Obwohl wir €150.000 unseres eigenen Geldes und einen vollfunktionsfähigen, starken Marketplace von null aufgebaut hatten, war es immer noch schwer für uns an potenzielle Investoren zu kommen."

Carlos Oleaga, CGeschäftsführer & Gründer Outify.me

Twitter: @carlosoleaga

"Europa ist ein sehr fragmentierter Markt der sehr viele Möglichkeiten bietet. Allerdings sind Sprachbarrieren, rechtliche Fragmentierungen und kulturelle Unterschiede ein fundamentales Problem mit dem Firmen zurechtkommen müssen, wenn sie Erfolg erzielen wollen."

Florian Prucker, Gründer & Co-CEO Scalable Capital

Twitter: @flrnprckr

 

"Die Marktfragmentierung ist ein Problem, vor allem, weil die meisten Märkte in verschiedenen Reifephasen stecken und es sehr kompliziert ist mit einer einzelnen Angriffsstrategie fortzufahren. Die ganze Situation wird von verschiedenen und oft unklaren rechtliche Ansätzen noch komplizierter gemacht, das Resultat davon das jedes Land in der EU über seine eigenen Regulierungen bestimmten darf."

Daniel Daboczy, Geschäftsführer FundedByMe

Twitter: @fundedbymeceo

"Es herrscht ein Talentkrieg in Europa. Jede Start-Up Firma arbeitet hart daran die richtigen Leute anzuziehen die neues Leben in ihre Teams einhauchen und klaren Fokus und Richtlinien weisen. Geld kann gefunden werden, die richtige Strategien können bestimmt werden, aber die richtigen Experten kann man sich nicht selbst zusammenstellen."

Victor van Tol, Mitbegründer & Geschäftsführer SnappCar

Twitter: @VictorVanTol

"Mit einem Wort: Bürokratie. Eine große Herausforderung um eine Start-Up-Firma in der EU aufzubauen war die Implementierung von nicht-wertschöpfenden Compliance-Anforderungen die die Bürokratie erhöhen, wenn man in der EU Geschäfte macht – Cookie Richtlinien, EU VAT Routinen, Steuern, um nur ein paar zu nennen."

Dennis Klett, CEO Lodgify

Twitter: @Lodgify

Überraschen Sie die Antworten hier?

Ich war nicht überrascht. Gesetzliche Bestimmungen, Geographie, Finanzierung, Mangel an Talent, Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede – das ganze Wirrwarr der zerstreuten Europäischen Geschäftswelt ist da. Und das ist übrigens genau was Ihnen unser Geschäftsführer Boris sagen würde.

A näherer Blick

Nehmen wir diese Auseinandersetzungen mal für einen Moment auseinander um zu sehen welche davon echte Herausforderungen sind und welche tatsächlich Gelegenheiten sind – allerdings Gelegenheiten die einen ins Schwitzen bringen!

Finanzierung

Finanzierung ist schwierig. Europäische Investoren verlieren nicht gerne Geld und sie interessieren sich sehr für Statistiken. Falls Sie auf der Suche nach Investoren sind, ist es besser ihnen genau zu zeigen wie und wann sie ihr Geld – und ihre Profite – zurückbekommen.

Wenn Sie Ihre Karten allerdings richtig spielen, dann kann Ihnen diese Sprachbarriere damit helfen Ihr Unternehmen langsam und schrittweise zu vergrößern – indem Sie ihre Position in einem Markt festigen und dann auf den nächsten wechseln. Aus einer puren Marketing-Perspektive zwingt dies Unternehmen kreativ zu werden, denn nicht alles funktioniert überall.

Sprache und Kultur

Sprache und Kultur können viel eher als Möglichkeit als eine tatsächliche Herausforderung gesehen werden – dennoch gibt es einige Sektoren in denen sie als tatsächliche Einschränkungen fungieren können.

Wenn Sie Ihre Karten allerdings richtig spielen, dann kann Ihnen diese Sprachbarriere damit helfen Ihr Unternehmen langsam und schrittweise zu vergrößern – indem Sie ihre Position in einem Markt festigen und dann auf den nächsten wechseln. Aus einer puren Marketing-Perspektive zwingt dies Unternehmen kreativ zu werden, denn nicht alles funktioniert überall.

Geografie und Rechtsvorschriften

Das ist schon etwas komplizierter. Amerikaner haben es ziemlich leicht – sie haben einen vereinigten Markt mit den gleichen Gesetzen. Dieser Markt ist zwar riesig und schwer zu erobern, aber wenigstens spielt jeder nach den gleichen Regeln.

Dies ist nicht der Fall in Europa. Jedes Land darf seine eigenen Regeln und Regulierungen bestimmen. Leider arbeiten die meisten von ihnen nicht zusammen, also müssen Unternehmen viel Zeit und Geld investieren um sicherzustellen, dass ihre Produkte und Dienste komplett mit den lokalen Regulierungen übereinstimmen bevor sie auf den Markt dürfen.

Mangel an Talent

Vorsicht ist das Wort das alle unsere Probleme miteinander verknüpft. Europäer – Firmen sowie andere Stakeholder wie zum Beispiel Investoren – brauchen lange um sich an etwas zu binden.

Wir finanzieren ungerne Start-Ups, wir betreten nur vorsichtig neue Märkte, und wir bereiten uns komplett vor bevor wir überhaupt etwas angehen.

Kurzgesagt, wir denken nach bevor wir einen großen Sprung machen. Und das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes – meistens wenigstens.

Leider ist das nicht besonders gut für unsere Universitätsabsolventen. Da Universitäten schon selbst Enklaven sind die nicht besonders gerne mit der Geschäftswelt zusammenarbeiten – wie es zum Beispiel in den Staaten durch kooperative Programme und Beteiligungspflicht getan wird - , suchen unsere Absolventen nach gemütlichen Berufen die nicht besonders viel bieten was es Herausforderungen oder Lerngelegenheiten angeht.

Und darum fehlen uns diese wichtigen Business-Player, die schnelles Wachstum in Start-Up-Firmen fördern können – Leute die mit der gewünschten Erfahrung und Expertise ankommen und Firmen damit helfen können ihre Ziele schneller und leichter zu erreichen.

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