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Wie man konstante Innovation fördert

Jedes Mal wenn ich mich mit meinen Kollegen in der Personalabteilung unterhalte, staune ich darüber wie viele verschiedene Definitionen dieses Konzepts ich zu hören kriege.

Sie sind alle sehr sachkundige Menschen – sonst würden sie ja schließlich nicht die wichtigste Abteilung jeder großen Firma managen – aber irgendwie scheinen sich alle Definitionen von Innovation wesentlich voneinander zu unterscheiden.

Allerdings gibt es eine Sache mit der wir alle einverstanden sind was es Innovation angeht.

Können Sie erraten wovon ich spreche?

Innovation ist nicht Invention.

Ich habe viel Respekt für Erfinder – sie alle sind bemerkenswerte Menschen mit einer Brillanz die man nur selten sieht; Leute wie da Vinci, Bell, Tesla, Einstein und andere.

Sie allen waren Giganten und bewundernswerte historische Persönlichkeiten, aber ihre Beiträge sollten nicht mit Innovation verwechselt werden. Ich glaube fest daran, dass nicht jeder ein Erfinder, aber jeder ein Innovator sein kann und auch sein sollte – vor allem in der Geschäftswelt.

Rydoo wurde auf Innovation, nicht Invention aufgebaut. Cloud-basierte Applikationen waren bereits da, Spesenverwaltung war bereits da, die Mathematik war bereits da; es gab sogar schon Spesenverwaltungs-Apps.

Unser Team hat sich einfach nur lange hingesetzt und darüber nachgedacht wie man alles noch besser machen könnte und darum hat Rydoo jetzt eine der besten Spesenverwaltungs-Applikationen auf dem Markt.

Aber damit eine Firma heutzutage relevant bleibt, müssen ihre Mitarbeiter sich konstant mit Innovation auseinandersetzen und das ist genau was wir hier tun.

Und wie tun wir es?

Indem wir Innovation zu einem der Kernschwerpunkte machen unter denen Rydoo fungiert.

Wie fördert man in einer Firma Innovation?

Als Beispiel, jede Abteilung in Rydoo ist mit einem Sonos-Lautsprecher ausgerüstet. Als Firma kostet es uns nur sehr wenig unseren Mitarbeitern diesen Luxus zur Verfügung zu stellen – im Gegenzug gibt es ihnen komplette Kontrolle darüber was sie hören. Sonos Lautsprecher lassen sich mit Smartphones verbinden und die Mitarbeiter nutzen ihre Sonos-App um sich Musik anzuhören, abhängig von ihrer momentanen kollektiven Laune.

Tatsächlich ist unser Büro voll mit innovativen Ansätzen die unsere Mitarbeiter dazu inspirieren Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Von unserem NEST Heizsystem, welches es allen Abteilungen erlaubt die Temperatur über Smartphones zu kontrollieren, bis hin zu App-gesteuerten Glühbirnen von LIFX – wir versuchen es unseren Mitarbeitern das Leben einfacher zu machen während wir sie mit der brandneuesten Technologie umgeben.

Auf den ersten Blick mag das alles vielleicht etwas kleinlich und oberflächlich wirken, aber es geht darum, dass Menschen konstant von innovativen Ideen aus dem Markt umgeben sind.

Wir fügen ständig neue Dinge unserem Büro hinzu – Dinge von denen wir glauben, dass sie alternatives Denken anregen. Oder eher, dass sie bereits vorhandenes Denken in etwas komplett neues und Aufregendes umstrukturieren.

Kurzgesagt, bei Innovation geht es nicht darum etwas komplett Neues zu kreieren. Es geht darum sich umzusehen, Dinge zu bemerken, und Probleme zu lösen.

Es geht darum existierende Produkte, Dienste und Lösungen zu kombinieren um neue Produkte, Dienste und Lösungen zu kreieren die anderen Menschen das Leben leichter machen werden.

Außerdem ist die Innovationsfähigkeit der Rydoo Mitarbeiter eng damit verbunden wie sie arbeiten. Wir ermutigen und fördern eine freundliche Arbeitsatmosphäre die alle Mitarbeiter genießen können.

Es gibt keine Limits bei Rydoo – außer vielleicht dem gesunden Menschenverstand. Arbeit muss getätigt werden, aber unsere Mitarbeiter kommen ins Büro wann sie wollen und bleiben so lange sie wollen. Sie können sich entspannen und ein bisschen Kicker oder Billard spielen wann immer sie wollen, und wie ermutigen sie auch dazu.

Ich habe einen Artikel über die Produktivität bei Rydoo geschrieben, vergessen Sie nicht sich ihn durchzulesen.

Wie macht man sich selbst innovationsfähiger?

Man kann all die externe Motivation haben die man sich wünscht; aber, wenn man nicht weiß wie man sich selbst kreativ und innovationsfähig macht, oder man in einer Welt des Nichtkönnens anstatt des Könnens agiert, dann wird man nicht sehr weit kommen.

Hier sind ein paar Tipps die ich meinen Teammitgliedern gebe, wenn wir über Innovation reden:

1. Doofe und offensichtliche Fragen stellen

... und diese dann auf den Kopf stellen. Viele Leute denken, dass sie wissen wie alles funktioniert. Die traurige Wahrheit ist allerdings, dass sie dies nicht tun. Aber das ist gar nicht so schlimm. Stellen Sie Fragen und zeigen Sie Interesse an der Arbeit Ihrer Mitarbeiter.

Fragen Sie sie ob sich nicht diese oder jene Perspektive in Betracht gezogen haben. Oder was sie davon halten würden diese Lösung mit diesem Prozess zu verkoppeln? Einiges an Innovation bei Rydoo kam dadurch zu Stande, dass Leute aus verschiedenen Abteilungen miteinander kommunizierten und die offensichtlichsten Fragen stellten.

2. Sich auf kleine Projekte konzentrieren

Jeder möchte Teil von etwas Großem sein. Und das ist auch gut so – man sollte definitiv ein paar große Projekte nach jedem Jahr vollendet haben.

Aber jagen Sie nicht großen Projekten auf Kosten kleinerer hinterher. Große innovative Sprünge werden oft durch kleine, schrittweise Entwicklungen gemacht die das Gesamtbild verändern.

Falls Sie keinen Zugriff auf ein kleineres Projekt haben, fragen Sie doch einen Kollegen Sie an einem seiner Projekte teilhaben zu lassen.

3. Einfach nur rumstehen

Ihre Energie ist komplett anders, wenn Sie auf Ihren Beinen stehen, versuchen Sie also so viel Zeit wie möglich standhaft zu verbringen.

Holen Sie sich einen hohen Arbeitsplatz der es Ihnen erlaubt im Stehen zu arbeiten, spazieren Sie durchs Büro und sprechen Sie mit Ihren Kollegen, und beteiligen Sie sich an spaßhaften Aktivitäten die Bewegung im Büro voraussetzen.

Außerdem, falls Sie ein Manager sind, führen Sie Ihre Meetings im Stehen – Sie werden einen bemerkenswerten Unterschied in der Gruppendynamik und in der Qualität der Meetings bemerken.

Auf der anderen Seite kann „einfach nur rumstehen“ und aus dem Fenster hinausgucken ein richtiger Innovationszünder sein. Befreien Sie Ihren Geist ab und zu Mal von der täglichen Routine und geben Sie sich den Luxus nichts zu tun oder einfach nur unwichtige Dinge zu tun.

Darum haben wir ein Hobby-Zimmer bei Rydoo– um unseren Gehirnen die Gelegenheit zu geben mit einem Problem herumzuspielen ohne ständig und obsessiv darüber nachzudenken.

4. Dinge verbieten

Begrenzen Sie sich ab und zu Mal. Wechseln Sie von Windows auf Mac und lernen Sie etwas Neues dazu.

Oder versuchen Sie mit Ihren Kollegen auf eine andere Art als E-Mail zu kommunizieren. Begrenzungen zwingen uns dazu unsere alltäglichen Praktiken zu überdenken.

Routine ist der Niedergang der Innovation – versuchen Sie ihr immer aus dem Weg zu gehen wenn Sie können. Und wenn Sie dies nicht tun können, dann meiden Sie einfach ein paar Dinge die Sie ständig und auf Routinebasis machen.

Ihr Gehirn wird schon mal damit anfangen nach neuen Lösungen zu suchen, neue Wege einzugehen und auch Momente purer Brillanz zu haben.

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