Finanztrends

Finanztrends für das Jahr 2021

Geschrieben von
CFO @Rydoo

Für Finanzleiter war dieses Jahr gewiss kein Zuckerschlecken. Prognosen, die am Anfang der Pandemie ausgesprochen wurden, waren eher pessimistisch, doch glücklicherweise erholt sich die Wirtschaft schneller als erwartet.

Homeoffice hat sich von einem Trend zu einer langfristigen Option entwickelt, Investitionen wurden weitgehend vorerst zurückgestellt und die Digitalisierung regelrecht forciert. Auch der Markt und die Finanzbranche haben sich langfristig verändert. 

2021 wird weiterhin von der Krise und ihren Auswirkungen geprägt sein, doch Unternehmen haben den Vorteil, dass sie sich auf den instabilen Markt besser vorbereiten können. Hier kommen 3 Top-Trends, um Finanzleiter dabei zu unterstützen, erfolgreich in das neue Jahr zu starten:

analytics

1. Mit kurzfristiger, flexibler Planung Krisen und Veränderungen besser begegnen

Prognosen gehören zu den essentiellen Aufgaben eines CFOs. Denn die Finanzplanung bildet die Grundlage für die Unternehmensstrategie. Im Normalfall umfasst diese die kommenden 3 bis 5 Jahre.

Die aktuelle Lage fordert allerdings eine Planung in kleineren Dimensionen. Ungewiss, wie sich die Wirtschaft in den kommenden Monaten entwickelt, sollten Strategien schnell an neue Gegebenheiten angepasst werden können.

Statt den Plan also wie gewohnt für die nächsten Jahre festzulegen, ist es ratsam, diesen flexibel zu halten, für den Fall, dass Vorhersagen nicht zutreffen. Der Finanzleiter kann die Planung in regelmäßigen Abständen prüfen und – sollte sich etwas verändert haben – erweitern oder aktualisieren.

So kann er stets unterschiedliche Möglichkeiten abwägen und gegebenenfalls schnell nachbessern. Die Strategien basieren auf den aktuellen Marktgegebenheiten und nicht länger auf einem zu Anfang des Jahres festgelegten Ziel.

Neben einer genaueren Planung führt dies auch zu exakteren Unternehmensprognosen. Im CFO Pulse Survey von PwC (Wave 5, Juni 2020) gaben 59 Prozent der CFOs an, durch die Pandemie widerstandsfähiger und agiler zu werden.

Zusammengefasst: Flexible Planung ist für 2021 essentiell. So können CFOs weiterhin schnell auf mögliche Veränderungen reagieren.

Warum die Kollaboration von IT- und Fachbereichen für die Digitalisierung unabdingbar ist?

Diese und andere Fragen werden im unserem Webinar beantwortet.

2. Technologie und Daten gezielt einsetzen

Covid-19 hat der Digitalisierung einen Schub versetzt. So geben in der Staufen Studie „Digitalisierung 2020“ 93 Prozent der Unternehmen an, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen vorantreiben zu wollen.

Unternehmen haben in der Krise einen Handlungsbedarf erkannt und planen weitere Investitionen in moderne Technologien. Laut dem CFO Survey Herbst 2020 von Deloitte wollen 61 Prozent der Finanzleiter in die Optimierung von Organisation und Prozessen investieren und weitere 47 Prozent in Software, Daten, Netzwerke und Webseiten.

Robotic Process Automation (RPA) ist beispielsweise eine Technologie, die sich wiederholende oder manuelle Tätigkeiten automatisiert. Doch wird sie laut Gartner nur von 29 Prozent der Controller zum Finanzreporting eingesetzt.

Das Forschungsinstitut sieht dennoch großes Potenzial in RPA und prophezeite bereits Ende 2019 eine Nutzung von 88 Prozent für das Jahr 2020. Die Automatisierung von Aufgaben mit RPA sorgt für effizienteres Arbeiten. In Verbindung mit künstlicher Intelligenz oder Cloud Core Financing lassen sich die Funktionalitäten noch erweitern und die Notwendigkeit manueller Prozesse reduzieren.

Cloud Core Financing kann mehr Daten verarbeiten und zudem eigenständig neue einarbeiten. Finanzleiter erhalten dadurch einen durchgehenden und umfassenden Überblick über die Finanzen des Unternehmens.

Finanztrends: Covid-19 hat der Digitalisierung einen Schub versetzt. Unternehmen haben in der Krise einen Handlungsbedarf erkannt und planen weitere Investitionen in moderne Technologien.

Die Investition in neue Technologien oder Tools für die Finanzabteilung zahlt sich definitiv aus. Daher sollten diese Projekte auch bei geringem Budget nicht zurückgestellt werden.

Besonders die Anschaffung von Technologien, die einen schnellen Mehrwert bieten oder Aufgaben automatisieren, ist jetzt sinnvoll, denn in Zeiten von Kurzarbeit sollten sich alle Mitarbeiter auf die wirklich wichtigen Tätigkeiten fokussieren.

Wichtig bei der Integration neuer Technologien ist allerdings die korrekte Eingliederung in die bereits bestehenden Tools und, dass die Mitarbeiter mit diesen arbeiten können. Denn nur bei einem funktionalen Ökosystem und geschulten Mitarbeitern können die verschiedenen Tools ihr volles Potenzial entfalten und sämtliche Daten des Unternehmens nutzbar machen.

Zusammengefasst: Die Krise hat die Digitalisierung für einen Großteil der Unternehmen vorangetrieben. Der gezielte Einsatz von Daten und Tools verhilft CFOs zu fundierteren Entscheidungen.

3. Geteilte Verantwortung bei Datensicherheit

Während Homeoffice vor der Pandemie nur selten eine Option war und viele Mitarbeiter die Arbeit im Büro bevorzugten, wendet sich das Blatt gerade. Unternehmen haben gelernt, dass eine rein digitale Zusammenarbeit möglich und effizient ist. Aktuell planen zwei Drittel der Unternehmen Remote Working auch nach der Krise weitgehend fortzuführen (Quelle: Deloitte). Damit erhält Cybersicherheit neue Aufmerksamkeit. Der CFO Report von Deloitte zeigt, dass fast die Hälfte (43 %) der Finanzleiter durch mehr Mitarbeiter im Homeoffice, ihre Cyber-Sicherheit ausbauen wollen. Eine Studie von HelpSystems macht deutlich, dass mit der Zunahme des pandemiebedingten Homeoffice auch die Anzahl an Cyber-Angriffen zugenommen hat. Die Finanzabteilung arbeitet täglich mit sensiblen Daten. Daher ist Datensicherheit hier ein besonderes Thema.

Zusammengefasst: Datensicherheit ist besonders in Zeiten von Remote Worke ein Thema, mit dem sich auch Finanzleiter befassen sollten.

Originally published

Girl subscribing to Rydoo's newsletter - Illustration

Für unseren Newsletter anmelden

900K+ Berufstätige in über 60 Ländern nutzen Rydoo.